Das neue Punktesystem

Das neue Punktesystem (Fahreignungsregister / FER) bringt nur noch Punkte für Autofahrer, die durch ihr Verhalten die Verkehrssicherheit gefährden. Wer also ohne Plakette in eine Umweltzone fährt oder ohne Kennzeichen unterwegs ist, kommt künftig ohne Punkte davon. Dafür wurden die Bußgelder für diese Vergehen deutlich angehoben. Wer mit der falschen oder gar keiner Umweltplakette in eine Umweltzone einfährt zahlt ab 1. Mai zum Beispiel 80 statt 40 Euro.

Alte Punkte werden einfach umgerechnet

Die schlechte Nachricht für alle Autosünder, die in Flensburg Punkte haben: Die alten Punkte verfallen nicht, sie werden einfach umgerechnet. Lediglich Punkte für Vergehen, die nach dem neuen System nicht mehr geahndet werden (Beispiel Umweltzone) verfallen zum 1. Mai.
Generell gilt: Alle Punkte für Ordnungswidrigkeiten, die vor dem 1. Mai 2014 gesammelt wurden, verjähren nach zwei Jahren. Straftaten maximal nach fünf oder zehn Jahren.

Wir zeigen wie Sie umrechnen können:

Alter Punktestand 1-3 Punkte → Neuer Punktestand: 1 Punkt
Alter Punktestand 4-5 Punkte → Neuer Punktestand: 2 Punkte
Alter Punktestand 6-7 Punkte → Neuer Punktestand: 3 Punkte
Alter Punktestand 8-10 Punkte → Neuer Punktestand: 4 Punkte
Alter Punktestand 11-13 Punkte → Neuer Punktestand: 5 Punkte
Alter Punktestand 14-15 Punkte → Neuer Punktestand: 6 Punkte
Alter Punktestand 16-17 Punkte → Neuer Punktestand: 7 Punkte
Alter Punktestand ab 18 Punkten → Neuer Punktestand: 8 Punkte

Die neuen Punkte bleiben länger in der Kartei

Durch das neue System ändern sich auch die Verjährungsfristen. Verstöße die mit einem Punkt geahndet werden, bleiben zweieinhalb Jahre bestehen. Für schwerere Verstöße wie Alkohol- oder Drogenfahrten bleiben die Punkte fünf Jahre lang stehen.
Positiv für die Autofahrer: Neue Punkte verlängern nicht die Verjährungsfristen der alten Punkte. Sie stehen für sich alleine.

Verkehrssünden werden rechnerisch härter bestraft

Nach dem neuen System bekommen die Autofahrer – rechnerisch betrachtet – teilweise härtere Strafen. Wer zum Beispiel eine rote Ampel überfährt die länger als eine Sekunde „Rot“ zeigte bekommt ab dem 1. Mai zwei Punkte - bislang waren es drei. Sprich: Früher konnten sie sechs Mal eine rote Ampel überfahren bis der Lappen weg war. Ab dem 1. Mai sind es nur noch vier Mal. Bei Fahren unter Alkoholeinfluss gibt es mindestens zwei Punkte, bislang waren es mindestens vier Punkte. Wer am Steuer telefoniert bekommt weiterhin einen Punkt muss aber tiefer in die Tasche greifen. Statt 40 Euro kostet es dann 60 Euro.

Freiwilliger Punkteabbau weiterhin möglich

Wer freiwillig Punkte abbauen möchte, kann das weiterhin tun. Bei bis zu fünf Punkten kann pro Seminar maximal ein Punkt abgebaut werden. Aber auch nur wenn der Fahrer in den letzten fünf Jahren kein Seminar besucht hat. Bei sechs bis sieben Punkten bekommen die Autosünder eine Verwarnung und eine Aufforderung zur Seminarteilnahme.